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Lebenslauf: Ein starkes Verkaufspapier


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Mit einem Lebenslauf wird dokumentiert, was im Bewerbungsprozess Vorteile bringt. Dabei sollte der Verfasser immer an den Leser denken.


Was in einen Lebenslauf gehört ist schwer zu sagen - es kommt darauf an. Was nicht in einen Lebenslauf gehört steht fest: Schwulst, Leerlauf und Bluff.

Wenn ein Lebenslauf so beginnt: «Curriculum vitae. Primarschule: 28. April 1962 bis 25. März 1968, Schulhaus Liguster, Zürich-Oerlikon», landet das Bewerbungsdossier im «Absagen»-Körbchen. Personaler haben wenig Zeit und meist überhaupt keine Geduld. Also: Nur das Wesentlich aufführen, das dafür knapp und präzis. Wesentlich sind alle Fakten, die dem Personaler den Entscheid erleichtern, einen Bewerber in die engere Wahl zu ziehen.

Ein Lebenslauf vermittelt dem Leser diese Angaben:

  • persönliche Daten
  • schulische Ausbildung
  • berufliche Ausbildung und beruflicher Werdegang
  • weitere Angaben, soweit sie von Belang sind.
Nicht mehr und nicht weniger: Wer bin ich, was habe ich schon gelernt, gemacht und geleistet - das genügt. Nichts als Fakten, nichts Banales und nichts Überflüssiges. Nützlich ist auch die Überlegung:
  • Braucht der Leser diese Information?
  • Bringt mich diese Angabe meiner Wunschstelle näher?
Der Lebenslauf ist auf die konkrete Bewerbung auszurichten. Das macht es so schwierig zu sagen, so sollte ein idealer Lebenslauf aussehen. Ein paar generelle Tipps sind aber hilfreich.

Redundanzen vermeiden

Die persönlichen Daten stehen am Kopf des Lebenslaufes. Begriffe wie «Bürgerort» und «Nationalität» sind reine Platzverschwendung. Jeder Leser wird '15.5.74' ohne weiteres als Geburtsdatum verstehen. Der Beruf der Eltern gehört nicht in den Lebenslauf, es sei denn, es gibt eine Verbindung zur angestrebten Position. Die Adresse muss vollständig sein und sinnvoll ist die Angabe, wann und wie der Stellenbewerber zu erreichen ist.

Bei der schulischen Ausbildung genügen die letzten Stationen, besonders wenn die Sekundarschule schon über 20 Jahre zurückliegt. Auch hier ist situativ vorzugehen. Wer einen Universitätsabschluss vorweisen kann, muss nicht betonen, dass er die Matura bestanden hat - es sei denn, der Maturatyp sei für die angestrebte Position von Bedeutung. Alle Zeitangaben sind in Monaten anzugeben, sonst kommt der Verdacht auf, es werde eine Zeitlücke verschleiert.

Für die berufliche Ausbildung gelten ähnliche Überlegungen: nur aufführen, was nützt. Wer sich um einen Bankjob bewirbt, der wird sein Bankpraktikum während der Semesterferien erwähnen, dagegen ist der Ferienjob als Pizzakurier unwichtig.

Der berufliche Werdegang ist chronologisch aufzuführen. Wichtig sind Stellenanfang und -ende, Position und Aufgabe. Die besonderen beruflichen Kenntnisse und Leistungen lassen sich hier unterbringen, sofern nicht ein besonderes Qualifikationsprofil erstellt wird. Überhaupt: Frühere Positionen sind für den künftigen Arbeitgeber nur dann interessant, wenn die dabei erworbenen Erfahrungen ihm nützen.

Chronologisch oder invers?

Soll man den Werdegang mit seiner ersten oder der letzten Stelle beginnen? Das ist zur Zeit umstritten. In unserem Kulturkreis sind wir gewohnt, mit der ersten Stelle anzufangen. Die aktuelle Situation findet sich am Schluss. Dort sucht sie der Leser; chronologisch ist logisch.

Militärdienst und militärische Einteilung sind wichtige Angaben, sofern der Stellensuchende noch Militärdienst leistet, oder wenn der Nutzen für die zivile Tätigkeit erwähnt werden soll (Führungserfahrung, Erwerb von technischen Kenntnissen).

Neben- und Freizeitbeschäftigungen sind dann anzugeben, wenn sie ein positives Image vermitteln sollen oder wenn sie für den Arbeitgeber interessant sind. Beispiele:

  • Mitgliedschaften in Vereinen oder einer Partei, evtl. als Vorstandsmitglied
  • Sport und Hobbys, sofern sie zur gesuchten Stelle passen. Ist 'Teamfähigkeit' Voraussetzung, so sollte Boxen nicht als Sport genannt werden, Volleyball schon.
Wenn Sprachkenntnisse für eine Position relevant sind, so sind sie selbstverständlich genau zu schildern:
  • wo erworben, in Schulen oder im Sprachgebiet?
  • welche Abschlüsse?
  • welches Niveau, schriftlich und mündlich?
  • welche fachsprachlichen Kenntniss?
Nochmals: Wer sich auf ein Stelleninserat meldet, führt im Lebenslauf alles auf, was in direkter Beziehung zur betreffenden Position steht, was von Vorteil dafür wäre, und nichts, was unter Umständen gegen einem sprechen könnte.

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