Das Formelle
Wer Bewerbungsunterlagen studiert, wird normalerweise das Formelle zuerst betrachten: von der Gestaltung über den Stil bis zum Inhalt. Daneben sollte der persönliche Eindruck nicht verdrängt werden. Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit: Personalselektion heisst nicht, einen Menschen an sich zu beurteilen; es geht lediglich darum, eine offene Stelle optimal zu besetzen. Nicht mehr und nicht weniger. Grösste Objektivität ist gefragt beim Vergleich, was ein Kandidat uns bietet, mit dem, was wir von einem Kandidaten erwarten.
Fehlbesetzungen lassen sich nicht immer vermeiden. Ein professionelles Vorgehen in der Personalarbeit minimiert das Risiko, Fehler zu begehen. Aber eine perfekte Methode gibt es nicht. Wer Bewerbungsunterlagen prüft, kann sich nach den Kriterien 'Gestaltung', 'Stil' und 'Inhalt' einen ersten Eindruck vom Kandidaten verschaffen. Gestaltung
StilSein und Schein: Im Stil offenbart sich die Persönlichkeit. Wie sieht sich jemand selber und wie möchte er gesehen werden? Beispielsweise:
Inhalt
Gefühl oder Verstand einsetzen?Nur nach Gefühl zu entscheiden ist verpönt; gute Entscheide müssen begründet werden; Spontanentscheide sind unbrauchbar; diese Leitsätze bestimmen das Handeln in der Wirtschaft. Zumindest wird das gefordert und behauptet.Trotzdem sollte beim Prüfen von Bewerbungsunterlagen (und erst recht im Vorstellungsgespräch) auch dem Gefühl Platz eingeräumt werden. Es ist wertvoll, sich ganz bewusst zu fragen:
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